Es sind so Momente, die sich plötzlich ergeben, die mich daran erinnern, wie wir jetzt leben und wie es mal war. Ich streif durch den Rewe und seh die Regale mit Lachs aus dem Nordmeer, die Mango aus Chile, Wein aus Sizilien und wo komm ich jetzt her? Aus ’nem Risikolandkreis, kein Verlassen mehr möglich, die Sehnsucht zu reisen ist dafür unsäglich. So steh ich vor Flaschen aus fernen Regionen und denke an all die Millionen, die so weit weg wie die Sterne da leben in dieser sonnigen Ferne. Stattdessen wander ich durch die Penny-, Netto-, Lidl-Gassen zur Melodie der Laserkassen. Und bevor ich mich hier komplett verliere, greif ich schnell zu – es sind französische Wochen – und kaufe sauteures Zeug zum Kochen. Dazu Pastis aus Marseille, Käse aus der Bourgogne, und ein frisches Baguette – mit all diesen Fremden wird der Abend dann doch noch ganz nett. Und ich höre Musik von den Komoren und ich träume von Weiten. Worüber ich fliege. Auch das kann Freude bereiten.

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