Der Abend schönt so schön auf, dass dunkles Denken geblendet verblasst. Mondschein sichelt silbern über den wogenden Wipfeln, denen der Wind unentwegt vom elenden Verzweifeln flüstert. Von Ferne, wo Gewalt den Tag zur Nacht macht und Frauen fliehen möchten vor ihren Verbrechern im eigenen Haus. Wo durch Krieg das schützende Dach zerbricht. Wo Kinder gequält ums Überleben kämpfen. Wo Mädchen verkauft wie Vieh.

Wie es gelingt, das Grauen zu ertragen (hier wie dort) im Sonnenuntergang, das allein weiß Gott ist jenes Vergessen, das uns streift, wenn sich der Abend aufschönt, blendet und Hoffnung schenkt auf ein besseres Morgen.

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s

%d Bloggern gefällt das: