Erleben, wie andere leben, wie Leben ist ohne tägliches Einerlei – den Stillstand gecovert mit einem Berg Serienbrei. MUM Staffel 1 am Samstagmorgen, Staffel 2 zum Sonntagskaffee. Dazwischen 4 Blocks und Breaking News, was ist los mit meinem brain juice? Draußen die komplette Lähmung, drinnen nur noch Serienströmung. Auf dem Bildschirm poppen Menschen auf wie …

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War Weihnachten schöner? Dieses Mal: ohne zu viel Alkohol auf Weihnachtsfeiern, klebrig süßem Glühwein im Nieselregen, letzte Einkäufe in überfüllten Läden, ohne Adventsmärkte mit selbstgemachten Basteleien, die man natürlich kauft, aber eigentlich hässlich findet, ohne Krippenspiel mit Kindern, die keine Lust haben, ihren Text zu lernen, ohne die Pflicht, mindestens einen Weihnachtsrummel mit peinlichen Jahresendschlagern …

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Im Nebelgrau, grau blühen schönste Blüten im Garten der unerfüllten Träume blau. Sprießen Visionen und erhellen Millionen Feuerwerken gleich Ideen die Nacht auf dem Weg der mir zugedacht. Jetzt find‘ ich mich wieder und denk‘ ich mich neu. Heut‘ greif‘ ich nach den Sternen, ohne dass ich es bereu‘. Im Nebel blühen Blüten, Träume, Mythen, …

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Vorbei. Am jüdischen Friedhof sah ich Arme winken, knorriger Äste schattenhaftes Spiel im Schein der versinkenden Sonne. Nebel türmte sich auf wie Tränengas samstags im Leipziger Irrsinn. Schreie schleuderten die Vergangenheit ans Licht. „Wir sind wieder wer!“ Ja wer, was? Millionen Stimmen werden niemals schweigen. Auch heute. Nicht.

Wir posten Sonnenuntergänge überm See und von Ferien am Meer und – Mist, wir müssten eigentlich viel mehr darüber sagen, was hier wirklich Sache ist. Doch das ist schwer. Wir prahlen mit Schönheit und sehen doch Sterben und wir wissen: Eigentlich ist das alles hier ganz schön beschissen. Nicht nur Rotbauchunke oder Orchideen sind bedroht, …

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Nicht Sorge trübte die Sphäre, nur Blühen, Grünen im Gras. So waren wir, was wir so gerne immer gewesen wären – leicht und unbeschwert. Kein Gestern, kein Morgen, so taumelten uns Seinsgleichen hin. Duftlau verführten die Nächte, nicht Schlaf nur Traum stellte sich ein. Tanzend umschwärmten wir Sterne, fassten wir Mut, wir selber zu sein …

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Wer will hier schon wissen, wo es langgeht UND ob es Sinn macht. Am Strand treten wir hin und her, berühren fremde Spuren und fragen nicht woher, wohin. Sommersandwege im Hier und Jetzt? Führen am liebsten zur Pommesbude. Schön vergänglich.

Wo gehe ich hin, wenn ich in Hamburg bin? In New York? In Templin? Wilhelmshaven? Tel Aviv? Ans Wasser, denn da bin ich zuhause. Also bliebe ich gleich da, wenn da nicht immer wieder diese Sehnsucht wäre, dass es woanders schöner sein könnte, es sich noch mehr nach Zuhause anfühlte. Vielleicht sogar eine zauberhafte Heimat …

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