Die Tage verschwinden, wenn es nur noch dunkelt. Verwischt, die Konturen so vieler Freimonsonndiensttage, Einkäufe am Abend, das Joghurt läuft auch schon wieder ab, Sterne schnuppen hinter Wolken, eine Krankheit wird zum Markkloß in dieser verschwommenen Suppe aus Weckerweckrufen, tröstenden Träumen, U-Bahnfahrten und gewärmtem Mittagessen, schnell gegessen. Trostlos verrinnt der Lebensbrei im Auge der Pandemie. …

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Der Friedhof lag da wie ausgestorben, ein kalter Wind pfiff durch die kahlen Bäume, die wie ausgehungert ihre Äste zum wolkenverhangenen Himmel streckten. Gerade eben noch hatte die Sonne ein wenig Wärme geschickt, doch jetzt war der Wolkendeckel wieder fest verschlossen und ich zitterte, als ich meinen Weg zwischen den Gräbern zu Mutter bahnte. Heidi …

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